Geschrieben von Robert Steinadler a month ago

Schweiz: PostFinance wird Bitcoin bis 2024 einführen

Bitcoin und andere Kryptowährungen gerieten aufgrund der Entscheidung der US-Notenbank, die Inflation durch eine Anhebung der Zinssätze zu bekämpfen, stark unter Druck. Ein weiterer Faktor, der den Markt stark belastet, ist die CeFi-Lending-Krise, die für noch mehr Turbulenzen sorgte und einige Unternehmen sogar in den Konkurs trieb oder sie kurz davor brachte. Doch trotz dieser schwierigen Marktbedingungen setzt die Schweizerische Post auf Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Warum führt PostFinance Bitcoin ein und was bietet sie ihren Kunden?

Das Gesamtbild ist ausschlaggebend für diese Entscheidung

Die Tatsache, dass PostFinance diese Schritte ankündigt, beruht auf einer fundamentalen Analyse und nicht auf den aktuellen Marktbedingungen. Laut einem Artikel von Swissinfo erklärte ein Sprecher von PostFinance, dass die meisten ihrer Kunden über ihre Bank in den Markt einsteigen wollen. Die fortschreitende Institutionalisierung des Kryptomarktes während der letzten 18 Monate ist das richtige Signal für die Schweizer Bank, diese Entscheidung zu treffen.

PostFinance wird Bitcoin und andere Kryptowährungen innerhalb der nächsten 2 Jahre in das Programm aufnehmen. Laut Sandra Lienhart, der Leiterin des Privatkundengeschäfts, wird die Bank spätestens 2024 starten. Die Idee ist, Zugang zu Kryptowährungen und eine professionelle Verwahrung anzubieten. Es ist noch nicht bekannt, ob die Bank ihren Kunden eine vollständige Wallet-Funktionalität zur Verfügung stellen wird.

Konkurrenten wie PayPal sind bereits in den Kryptomarkt eingestiegen, öffnen ihre Wallets aber eher langsam als Service für ihre Kunden und weiten ihr Angebot nur allmählich über die USA hinaus aus.

Banken stellen sich hinter Bitcoin

PostFinance ist nicht die erste und wahrscheinlich auch nicht die letzte Bank, die sich für Bitcoin öffnen wird. Mit über 2,6 Millionen Kunden und einem verwalteten Vermögen von über 120 Milliarden CHF ist die Bank die fünftgrösste in der Schweiz.

Andere Banken haben den Schritt bereits vollzogen. In Deutschland hat die Volksbank Bayern Mitte letztes Jahr begonnen, sich mit Bitcoin zu beschäftigen. Das Gleiche gilt für die Banca Generali in Italien, die ihren Kunden u. a. ein Multi-Sig-Wallet anbietet. Selbst in Australien hat die Commonwealth Bank den Handel mit 10 verschiedenen Kryptowährungen eingeführt, darunter natürlich auch Bitcoin.

Das ist hochinteressant, weil wir beobachten können, wie sich ihre Entscheidung im Vergleich zu Banken, die Bitcoin ignorieren, auswirken wird. Der Markt steht zwar immer noch unter starkem Druck, aber er wird dauerhaft bleiben und offenbar haben einige Banken das verstanden. Ein mögliches Ergebnis ist, dass Banken tatsächlich obsolet werden. Nicht nur Kryptos und Stablecoins stellen eine Gefahr für die Bankdienstleistungen dar. Die digitalen Währungen der Zentralbanken könnten sich ebenfalls sehr stark auf die Art und Weise auswirken, wie das Bankgeschäft in Zukunft abgewickelt wird.

Bis die Ergebnisse vorliegen, bleibt dies natürlich Spekulation, aber eines ist sicher: Kryptowährungen und CBDC werden auf die eine oder andere Weise einen großen Einfluss haben. Die Banken werden sich mit diesem Einfluss auseinandersetzen müssen.

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