Geschrieben von Erik Weijers 2 months ago

Saylor tritt als CEO zurück und wird Vorsitzender von MicroStrategy 

Michael Saylor, der charismatische Bitcoin-Bulle und Verantwortliche für den Aufkauf von über 120.000 Bitcoin, wird seine Rolle als CEO von MicroStrategy (MSTR) gegen die des Executive Chairman eintauschen. Es gibt viele Spekulationen darüber, ob dieser Wechsel mit dem unrealisierten Verlust von über einer Milliarde Dollar zu tun hat, den das Unternehmen auf seine Bitcoin-Position hinnehmen musste.

In seiner Mitteilung an die Aktionäre ließ das an der NASDAQ notierte Softwareunternehmen verlauten, dass Saylor in seiner neuen Rolle weiterhin die Strategie zum Kauf von Bitcoin beaufsichtigen wird. Auch der neue CEO, Phong Le, erwähnt das Wort Bitcoin ausdrücklich in seiner eigenen Erklärung. Damit scheint MicroStrategy anzudeuten, dass es seinen Kurs nicht ändern will. Seit August 2020 verfolgt das Unternehmen eine Doppelstrategie aus Softwareunternehmen auf der einen und Bitcoin-Fonds auf der anderen Seite.

Der Markt bleibt unbeeindruckt

Der Bitcoin-Kurs hat sich nach dieser Nachricht nicht bewegt. Die Tatsache, dass es nun wahrscheinlicher geworden ist, dass die 120.000 Bitcoin in den Reserven früher oder später (teilweise) verkauft werden könnten, hat den Markt offenbar nicht nervös gemacht.

Michael Saylor ist seit 1989 ohne Unterbrechung CEO, es handelt sich also nicht um eine ganz alltägliche Nachricht. Andererseits kann der Schritt auch als logisch angesehen werden: In den letzten zwei Jahren war Saylor, der Bitcoin-Bulle, scheinbar ununterbrochen mit der Aufklärung und Förderung von Bitcoin beschäftigt. Die Software-Sparte des Unternehmens lief vielleicht Gefahr, weniger Platz in seiner persönlichen Agenda zu bekommen.

Einflussnahme nicht vorbei?

Alles in allem scheint der Einfluss des ex-CEOs noch nicht vorbei zu sein. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass er 24% der Unternehmensanteile besitzt. Außerdem wurden die Aktionäre im Jahr 2020 rechtzeitig über die neue Strategie, in Bitcoin einzusteigen, informiert. Trotzdem haben die MSTR-Aktien in den letzten sechs Monaten starke Verluste erlitten - obwohl der Kurs immer noch doppelt so hoch ist wie vor den Bitcoin-Käufen.

So oder so ist der aktuelle Bärenmarkt eine große Bewährungsprobe für MSTR. Die schwächere Wirtschaft drückt auf die Ergebnisse des Unternehmens, während sein Bitcoin, das teilweise auf Kredit gekauft wurde, eine Zinslast von 43 Millionen Dollar pro Jahr verursacht. Zum Glück verfügt das Unternehmen noch über eine beachtliche Kriegskasse an Dollar!

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