Geschrieben von Erik Weijers a month ago

Nordkorea steckt hinter 600-Millionen-Hack von Ronin

Nach Angaben des FBI ist klar, wer hinter dem Hack von Ronin steckt: Nordkorea. Der Hack, der letzten Monat stattfand, betraf über 600 Millionen Dollar: einer der größten Hacks in der Kryptogeschichte.

Ronin ist eine Sidechain von Ethereum, die das Play-to-Earn-Spiel Axie Infinity betreibt. Die Brücke zum Ronin-Netzwerk wird wieder geöffnet, sobald die Sicherheitslücke gestopft ist, kündigte Ronin an. Außerdem hat Ronin angekündigt, dass all diejenigen, die durch den Hack geschädigt wurden, ihr Geld zurückerhalten werden. Dies ist die übliche Praxis: Die Macher oder die Unterstützer eines Projekts tun dies, um dem Projekt eine zweite Chance zu geben.

Seltener ist, dass offenbar eine Regierung hinter einem Hack steckt. Wenn dies der Fall ist, ist es das erste Mal, dass ein Hack dieses Ausmaßes von einem Land verübt wurde. Die Behörden haben viele Cyberangriffe zwischen 2010 und jetzt der Hackergruppe mit dem Spitznamen Lazarus Group zugeschrieben. Es bestehen enge Verbindungen zur nordkoreanischen Regierung. Das FBI geht sogar so weit zu sagen, dass Lazarus von Nordkorea finanziert wird. Die US-Regierung legte die ETH-Adresse offen, an die das Geld geflossen war. Diese wird nun auf die schwarze Liste der Kryptobörsen gesetzt.

Jahrelang nordkoreanische Hacks

Laut dem Analyseunternehmen Chainalysis hat die Aktivität Nordkoreas seit 2021 wieder zugenommen. Früher ging es vor allem um Hacks von Krypto-Börsen - heute ist es vor allem DeFi. Die erbeutete ETH (mehr als die Hälfte der Beute ist ETH) wird dann durch sogenannte Mixer geschleust, dann auf dezentralen Börsen getauscht und an asiatische Kryptobörsen geschickt, um sie in Fiat einzulösen. Übrigens wurde ein Großteil der in den letzten Jahren geplünderten Kryptowährung noch nicht gewaschen. Dies deutet laut Chainalysis auf einen gut durchdachten Plan hin und nicht auf Hektik.

3 Milliarden für Hacks bis 2021, hauptsächlich DeFi

Laut der Chainalysis Recherche werden bis 2021 mehr als 3 Milliarden in Krypto-Plattformen gehackt worden sein, die meisten davon in DeFi. Und 2022 verspricht, ein Jahr mit noch größerer Beute zu werden. Während Hacks natürlich kriminell sind, sind sie in gewisser Weise auch Teil der Risiken von DeFi. Aus einer halbwegs positiven Perspektive betrachtet, sind Hacker ein Stresstest für Protokolle, der sie im Laufe der Jahre immer stärker macht.

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