Geschrieben von Robert Steinadler 2 months ago

Litecoin aktiviert Mimblewimble - Wie verbessert das die LTC-Transaktionen?

Litecoin hat im Mai Mimblewimble aktiviert und nicht nur Entwickler und die Community waren begeistert. Die Litecoin-Blockchain hat sich in den letzten Jahren immer wieder verbessert. Ein Beispiel ist die Integration des Lightning Network, das im Grunde die gleiche Second-Layer-Technologie ist, die auch von Bitcoin verwendet wird.

Was hat es mit dem Mimblewimble-Upgrade auf sich und wie werden Litecoin-Transaktionen dadurch verbessert?

Privatsphäre bedeutet Datenschutz

Ein Vorteil der Blockchain-Technologie ist, dass sie transparent ist und jeder jede Transaktion sowie die Geldmenge im Netzwerk nachvollziehen kann. So lässt sich überprüfen, ob das betreffende Protokoll funktioniert und ob niemand Geld aus dem Nichts erschafft oder die Transaktionshistorie manipuliert.

Der Nachteil dieses Systems ist, dass buchstäblich jeder deine Wallet einsehen kann und sehen kann, mit wem du Transaktionen durchgeführt hast und wie viel Krypto du insgesamt besitzt. Eine Möglichkeit, diese Situation zu vermeiden, besteht darin, deine Wallet-Adressen nur mit so wenigen Parteien wie möglich zu teilen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Blockchain-Technologie irgendwann in der Zukunft von der breiten Masse genutzt wird, dann wird diese Lösung nicht funktionieren.

Alle werden irgendwie miteinander verbunden sein und können den neugierigen Blicken nicht entkommen. In den meisten Ländern gibt es so etwas wie ein Bankgeheimnis. Und genau hier kommt Mimblewimble ins Spiel.

MWEB verschleiert Transaktionen

Um Mimblewimble zu aktivieren, haben sich die Entwickler dazu entschieden, das MWEB-Upgrade durch eine Block Extension voranzutreiben, anstatt das Protokoll-Upgrade durch eine Hard Fork zu implementieren, daher der Name Mimblewimble Extension Blocks (MWEB). Dadurch haben alle Knoten die Möglichkeit zu wählen, ob sie Blöcke mit oder ohne die Erweiterung akzeptieren.

Die Nutzer können sich für MWEB-Transaktionen entscheiden, müssen sich aber nicht für den zusätzlichen Schutz der Privatsphäre entscheiden. Das bedeutet auch, dass es immer noch möglich ist, Transaktionen durch eine Blockchain-Analyse nachzuvollziehen. Um deine Daten zu schützen, musst du dich also nicht für eine 100 % anonyme Transaktionsmethode entscheiden.

Börsen und Dienstleister, die die Blockchain-Analyse zur Einhaltung der geltenden Vorschriften nutzen, werden die Transaktionen ohnehin überprüfen, und sie wissen bereits, wer du bist, da du bei ihnen Kunde bist. Unbefugte Dritte hingegen dürfen deine Transaktionshistorie nicht durchsuchen und dein Guthaben kennen. Mimblewimble bietet vielleicht "nur" 90 % des Schutzes, den Nutzer mit Privacy Coins wie Monero genießen. Aber es ist völlig ausreichend, um den grundlegende Datenschutz deiner Transaktionen zu garantieren.

Handeln Sie jederzeit und überall

Steigern Sie Ihre Handelswirkung und Reaktionszeit in über 60 Kryptowährungen durch sofortigen Zugriff auf Ihr Portfolio mit der LiteBit-App.

app