Geschrieben von Erik Weijers 17 days ago

Hirsts erste NFT-Kollektion stellt die Käufer unter Druck: physisch oder NFT? 

Der renommierte britische Künstler Damien Hirst bringt seine erste NFT-Kollektion mit zehntausend Objekten heraus. Das Projekt heißt The Currency und jedes Kunstwerk hat eine NFT als Gegenstück: ein digitales Bild mit Eigentumsnachweis auf der Blockchain. Aber jetzt kommt der Clou: Die Käufer können nicht beides behalten....

Hirst erstellt zehntausend physische und einzigartige Kunstwerke. Interessierte können sich anmelden und bekommen ein zufälliges Exemplar zugewiesen. Sobald ein Exemplar verkauft ist, wird die NFT geprägt. Bis zum 27. Juli müssen sich die Käufer entscheiden, was von beiden zerstört wird: die NFT oder das Kunstwerk selbst....

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Damien Hirst ist vielleicht am bekanntesten für das Werk For the Love of God: der diamantbesetzte Schädel, dessen Herstellung zwölf Millionen Pfund kostete. Trotz seines fortgeschrittenen Alters (weit über fünfzig) ist Hirst sehr am NFT-Markt interessiert. Mit seinem neuen Projekt zeigt er, dass er es liebt, zu experimentieren.

Was werden Käufer wählen?

Natürlich sind wir neugierig auf das Ergebnis. Werden sich die meisten Käufer für die NFT oder das echte Kunstwerk entscheiden? Wird die Mehrheit wirklich auf das Recht verzichten, einen echten Hirst in ihrer Wohnung aufzuhängen, um stattdessen ein NFT zu bekommen? Das wäre doch absurd, oder?

Aber halt, nicht so schnell. Wie einfach ist es zum Beispiel, einen echten Hirst weiterzuverkaufen? Dann musst du dich an eine Galerie oder ein Auktionshaus wenden oder ... ähm eBay? NFTs sind ein sehr liquider Markt, bei dem die Plattformen, auf denen du kaufst, auch zum Wiederverkauf genutzt werden können. Sicherlich werden Menschen, die eher zum Handel neigen, eher ein NFT wählen.

Erinnerungen an den NFT-Diamanten

Das Projekt von Hirst erinnert an die NFT-Auktion eines Diamanten von Tascha Che im Jahr 2021. Sie kaufte einen Diamanten für 5000 Dollar, prägte eine NFT davon und zerschmetterte dann den physischen Diamanten vor der Kamera, um es zu beweisen. Anschließend verkaufte sie die NFT für 5 ETH, was mehr wert war und ist als der Diamant selbst. Ihre Hypothese hat sich bestätigt: Eine NFT eignet sich sehr gut, um den abstrakten Aspekt eines physischen Objekts als "Wertaufbewahrungsmittel" zu kapseln und zu handeln…

Hirst macht etwas Ähnliches. Was er macht, ist eine Art Forschung/Experiment darüber, was Kunst in der digitalen Welt ist: "The Currency erforscht die Grenzen von Kunst und Währung - wann Kunst sich verändert und zu einer Währung wird, und wann Währung zu Kunst wird". Das Projekt ist natürlich auch einfach nur ein unterhaltsamer Irrwitz....

Aber ein teurer. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt der niedrigste Preis pro Kopie auf OpenSea bei etwa 7 ETH.

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