Geschrieben von Robert Steinadler a month ago

Gerüchteküche: Wetten die Saudis auf Bitcoin?

Das Internet ist kompliziert. Manchmal erfindet jemand etwas und nach ein paar Minuten kann niemand mehr sagen, ob es die Wahrheit ist oder nur eine nette Geschichte. In der Krypto-Community und in den sozialen Medien kursiert ein Meme, das im Grunde besagt, dass die Saudis viel Geld in Bitcoin investieren werden. Andere Monarchien aus dem Nahen Osten könnten folgen und bevor man "Magic Internet Money" sagen kann, könnte BTC ein Kursziel von 160.000 US-Dollar erreichen.

Das hört sich wild an und das Kursziel ist - wie alle anderen Kursziele auch - mit Sicherheit sehr hoch angesetzt. Was steckt hinter den neuesten Gerüchten?

Prinz Phillip von Serbien hat damit angefangen

Während die meisten unserer Leser vermutlich schon auf die Memes gestoßen sind, steckt hinter der Geschichte ein Fünkchen Wahrheit. Der Prinz von Serbien und Jugoslawien erwähnte in einem Bitcoin-Podcast, dass Monarchien im Nahen Osten an Bitcoin interessiert sein könnten, da es einem soliden Geld ähnelt, das auch mit den religiösen Überzeugungen und Regeln des Islam vereinbar ist.

Es stimmt, dass der Islam die Zahlung oder Forderung von Zinsen nicht gutheißt. Im Gegenteil, er verbietet ribā, d. h. alle Geschäftspraktiken, die das Fordern oder Anbieten von Zinssätzen jeglicher Art beinhalten. Aus diesem Grund haben sich einige Banken und Fintechs auf Islamic Banking spezialisiert. Das bedeutet, dass diese Banken nicht in Aktien oder andere Vermögenswerte investieren, die als unmoralisch gelten, wie Alkohol oder Tabak. Dazu gehört auch, dass sie keine Zinsen verlangen oder anbieten.

Es scheint, dass der Prinz glaubt, dass Bitcoin gut mit den moralischen Implikationen der strikten Befolgung der Regeln des Islam übereinstimmt. Es bleibt jedoch unklar, ob dies tatsächlich der Fall ist. Geld und Schulden sind für diese Gesellschaften kein Problem. Zinssätze hingegen schon, aber sie sind nicht unbedingt mit Geld verbunden.

Trotz der Kontroverse, ob Bitcoin besonders geeignet ist, ist bekannt, dass viele Länder im Nahen Osten großes Interesse an Kryptowährungen haben. Dubai war bisher ein Hotspot für Krypto und ist bestrebt, ein Teil des Metaverse zu werden.

MAXBIDDING – „The Saudis“ kommen

Es scheint, dass die NFT-Kollektion "The Saudis" von diesen Gerüchten inspiriert wurde, auch wenn sie nicht auf soliden Fakten, sondern auf Meinungen beruhen. Das Mint-Event der NFT-Kollektion beginnt am 9. Juli, also dem gleichen Datum des diesjährigen Eid al-Adha, einem der höchsten Feste im Islam.

Die Kollektion besteht aus 5555 Scheichs, die nach dem Zufallsprinzip generiert werden, und es ist bemerkenswert, dass das Minting kostenlos ist. Das bedeutet, dass die Teilnehmer nur die Transaktionskosten auf Ethereum bezahlen müssen. Kürzlich hat die Community des NFT-Projekts Twitter mit Witzen und Memes überschwemmt, dass die Saudis ihr gesamtes Geld zum Kauf von Bitcoin und anderen Krypto-Assets verwenden werden.

Während wir nicht mit Sicherheit sagen können, dass der Nahe Osten stark in Bitcoin investieren wird, können wir sagen, dass "Die Saudis" ein Thema sein werden, das die sozialen Medien beschäftigt. Unter dem Hashtag "MAXBIDDING" versuchen die Nutzer, die Aufmerksamkeit des Teams hinter dem Projekt zu gewinnen. Der Grund dafür ist einfach: Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen auf der Whitelist. Nutzer, die das Glück haben, einen dieser Plätze zu ergattern, können vor dem Start des öffentlichen Angebots 1 oder mehrere NFTs abstauben.

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