Geschrieben von Erik Weijers a month ago

Gensler: Bitcoin ist eine Handelsware 

Gary Gensler, Chef der US-Finanzaufsicht SEC, hat erklärt, dass Bitcoin eine Ware ist. Damit bekräftigte er den Standpunkt, dass es sich nicht um ein Wertpapier handelt und daher keine strenge Regulierung zu erwarten ist.

Gensler machte diese Aussage während eines Interviews im amerikanischen Fernsehen. Sofort gab es Spekulationen in der Kryptowelt. Sind das gute Nachrichten für die Zulassung eines Spot-Bitcoin-ETFs? Schon seit einiger Zeit gibt es Gerüchte, dass die Zulassung unmittelbar bevorsteht, was dem Ruf von Bitcoin bei traditionellen Anlegern gut tun würde. Aber Genslers jüngste Bemerkung ist an sich keine neue Information und muss daher nichts für einen solchen ETF bedeuten.

Die Aussage zeigt jedoch, dass man jetzt nicht mehr befürchten muss, dass die US-Regulierungsbehörden Bitcoin das Leben schwer machen wollen. Gensler ist bereits der zweite Vorsitzende der SEC, der Bitcoin als Ware bezeichnet. Und die Vorschriften für den Handel mit Waren sind weniger streng als die für den Handel mit Wertpapieren.

Regulierung und Prozess

Genslers Weigerung, Ethereum als Ware zu bezeichnen - obwohl es diesen Status schon einmal erhalten hat - gab ebenfalls Anlass zu Spekulationen. Ist es denkbar, dass Ethereum diesen Status doch noch verliert? Wahrscheinlich nicht, aber vielen anderen Altcoins droht dieses Schicksal der strengen Regulierung und Gerichtsverfahren, wenn sie als Wertpapiere betrachtet werden. Das bedeutet zwar nicht das Ende eines solchen Projekts, sorgt aber für viel Kopfzerbrechen und schränkt die Freiheit und Handelbarkeit ein.

Der Unterschied zwischen einem Wertpapier und einer Ware

Man kann nicht einfach ein Wertpapier ausgeben, ohne den strengen Vorschriften des Wertpapierhandels zu unterliegen. Ein ICO, bei dem die Gründer eines Projekts eine bestimmte Menge an Coins selbst aushändigen und den Rest in Stapeln an private Investoren verkaufen, ist im Grunde ein nicht registriertes Wertpapier. Dies ist nicht erlaubt, ohne dass strenge Meldepflichten erfüllt werden. Bitcoin wurde und wird nie auf diese Weise verteilt. In der Tat ist das Mining von Bitcoin für alle zugänglich und ähnelt sehr der Art und Weise, wie eine Ware das Licht der Welt erblickt - es ist ein vernünftiger Standpunkt, Bitcoin nicht als Wertpapier zu betrachten.

Wird es in Zukunft ein hartes Durchgreifen gegen Altcoins geben, die als Wertpapiere gekennzeichnet sind? Langfristig sollte das kein Problem sein. Sobald sie unter das Wertpapierrecht fallen, wird die Schwelle für institutionelle Kunden, in sie zu investieren, niedriger sein. Aber es wird sicher eine Hürde sein, die es zu überwinden gilt.

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