Geschrieben von Erik Weijers 4 months ago

Fidelity: Krypto ist gekommen, um zu bleiben

In einem Bericht blickt Fidelity auf das Jahr 2021 für Bitcoin und Krypto im Allgemeinen zurück. Welche Erwartungen haben sie aufgrund der aus ihrer Sicht wichtigen Entwicklungen? Fidelity ist mit einem verwalteten Vermögen von über vier Billionen Dollar einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen: Die Tatsache, dass sich das Bitcoin-Netzwerk so schnell von Chinas Verbot erholt hat, ist sehr ermutigend. Ein zweites Fazit: Stablecoins und Defi werden langsam erwachsen.

Die Tatsache, dass eine Institution wie Fidelity einen Report einen so nüchternen Bericht über eine bis vor ein, zwei Jahren noch nicht ernst genommene Branche zu veröffentlichen, ist an sich schon ein wichtiges Signal. Es bedeutet eine zunehmende Akzeptanz von Krypto. Dies postuliert auch Fidelity selbst: „Insgesamt würden wir sagen, dass 2021 ein Jahr war, in dem weitere bestätigte digitale Assets angekommen sind und bleiben werden.“

Wichtige Entwicklungen für Bitcoin

China hat bekanntlich im Frühjahr 2021 ein Verbot des Bitcoin-Mining erlassen. Weil ein Großteil von Bitcoins Hashrate auf Miner aus China entfiel, sank sie um fast fünfzig Prozent. Aber die Tatsache, dass die Hashrate innerhalb von etwa sechs Monaten wieder auf ihrem früheren Niveau war, nennt Fidelity „wirklich erstaunlich“. Fidelity nennt diese Entwicklung einen wahren Test, den Bitcoin mit Bravour bestanden hat.

In der Tat beseitigt die Tatsache, dass China das Mining verboten hat, ein Risiko, das zuvor real war: nämlich, dass die chinesische Regierung das Netzwerk angreifen würde, indem sie die Hashing-Macht der Miner ihres Landes kapert. Dieser 51%-Angriff ist nun nicht mehr möglich: Durch das Verbot hat die Hashrate eine bessere globale Verteilung erhalten.

Die schnelle Erholung der Hashrate sendet laut Fidelity eine weitere wichtige Botschaft. Das heißt, dass Miner – die Parteien, die am meisten auf dem Spiel stehen, nämlich das Überleben ihrer Unternehmen – optimistisch in Bezug auf den zukünftigen Preis von Bitcoin sind. Sonst hätten sie nicht so schnell Rigs hinzugefügt. Sie glauben offenbar an Langfristigkeit.

Die wichtigsten Entwicklungen abseits von Bitcoin im Jahr 2021

Laut Fidelity sind die wichtigsten Entwicklungen außerhalb von Bitcoin im Jahr 2021 wie folgt:

  • Das enorme Wachstum von Stablecoins: ein Wachstum von unter 30 Milliarden Dollar im Umlauf auf über 140 Milliarden Dollar. Fidelity hält es dabei für vorteilhaft, dass die Dominanz von USDT (Tether) kleiner geworden ist. In der Tat ist es die Stablecoin mit dem fragwürdigsten Ruf in den Augen der Aufsichtsbehörden. Der Durchbruch von algorithmischen Stablecoins wie DAI und Terra ist laut Fidelity eine gute Entwicklung: Benutzer (und Regulierungsbehörden) müssen sich nicht auf die Reserven der Partei verlassen, die die Stablecoins ausgibt. Dies liegt daran, dass die Sicherheiten einer algorithmischen Stablecoin auf Blockchain-Assets basieren und daher einfacher zu prüfen sind.
  • NFTs: Der Verkauf von Beeples NFT für 69 Millionen Dollar war eines der Ereignisse, das die Aufmerksamkeit der Kunstbranche plötzlich auf diese digitalen Sammlerstücke lenkte. Dies wird zukünftig mehr Interesse bei institutionellen Investoren wecken.
  • Reifung der dezentralen Finanzierung (defi): Die wichtigste Entwicklung ist nach Ansicht von Fidelity das Wachstum von Cross-Chain-Bridges, die die Fähigkeiten und die Benutzerfreundlichkeit von defi erhöhen werden.

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