Geschrieben von Erik Weijers 7 months ago

Die Affen kaufen die Punks

Der vorübergehende Preisverfall bei den NFT-Kollektionen CryptoPunks und Bored Apes hat sich umgekehrt, nachdem bekannt wurde, dass die Gründer des Bored Ape Yacht Club (BAYC) das geistige Eigentum der CryptoPunks gekauft haben. Es war der erste Megadeal im NFT-Land.

Seit etwa Mitte Februar sind die Preise für die Affen und Punks etwas gesunken. Ende Januar 2022 musste man für den billigsten Ape noch mindestens 100 ETH hinlegen - dieser Betrag sank vorübergehend auf 80 ETH: ein Schnäppchen! Und obwohl der Markt für CryptoPunks keineswegs zusammengebrochen ist, ist der Wert von Punks noch weiter gefallen als der von Apes. Auch der durchschnittliche Verkaufsbetrag von NFTs ist bei allen NFT-Kollektionen gesunken. Andererseits war die Zahl der Nutzer, die im Februar 2022 ein NFT gekauft haben, rekordverdächtig hoch.

Besitzer von Bored Apes kauft Rechte an CryptoPunks

Zurück zu den aktuellen Nachrichten, der wahrscheinlich größten Nachricht seit Bestehen der NFT-Welt. Es war wie die Übernahme von Disney durch Netflix. Larva Labs, die Schöpfer der CryptoPunks, haben das geistige Eigentum der CryptoPunks an Yuga verkauft, das Unternehmen hinter den Bored Apes. Die Bored Apes hatten die Punks in Bezug auf den Preis für ihre Sammlung bereits überholt. Yuga ist ein Unternehmen, das eindeutig mehr Marketinggeschick besitzt als Larva Labs, ein Unternehmen von Künstlern und Freigeistern. Der Gesamtmarktwert aller NFTs unter dem Dach von Yuga liegt inzwischen bei fast 10 Milliarden Dollar.

Die CryptoPunks gibt es seit 2017 und haben damit den Status der OGs der NFT-Welt. Vor ein paar Monaten wurde ein Punk für 8000 ETH verkauft. Die Bored Apes kamen erst im Frühjahr 2021 auf den Markt, wurden aber schnell bekannt, auch weil Prominente wie Eminem, Snoop Dogg und Justin Bieber einen Ape kauften. Ein Ape macht seinen Besitzer zu einem echten Clubmitglied mit allerlei Vorteilen. Zum Beispiel erhielten Käufer von Ape als Bonus zusätzliche NFTs: Mutant Apes. Auch diese erwiesen sich als wertvoll. Yuga wiederum profitiert von den Tantiemen, die sie bei jedem Verkauf kassiert.

Für viele Besitzer waren die Apes wertvoller als die Punks, weil sie auch für Marketing und Merchandising verwendet werden können. Das Unternehmen, das hinter den Punks steht, war nach Aussage einiger Besitzer in dieser Hinsicht unklar. Nach der Übernahme gab Yuga sofort bekannt, dass die Besitzer von Punks ihre geliebten jpegs für ihre eigenen kommerziellen Zwecke verwenden dürfen, so wie es die Besitzer von Apes bereits durften.

Ist noch Benzin im Tank?

Der Preisverfall bei den Punks und Apes ist, wie bereits erwähnt, weitgehend vorbei. Es ist interessant, dass im Dezember und Januar (laut Delphi Digital) Gaspreise auf Ethereum korrelierten mit Ausschlägen im NFT-Handel. Sowohl Punks als auch Apes werden auf Ethereum gemünzt, was bedeutet, dass man ETH benötigt, um sie zu handeln. Ethereum ist übrigens immer noch die Blockchain, auf der mit Abstand die meisten NFTs gehandelt werden. Über 80% des Transaktionsvolumens entfällt auf Ethereum.

Einige Analysten sehen die Erholung der Preise als vorübergehend an. Laut dem jungen NFT-Händler und Analysten Mr. Fox, scheint der NFT-Markt etwas gesättigt zu sein und es fehlt ihm an Lebendigkeit. Es könnte sein, dass der Markt nur vorübergehend einbricht, aber er sieht auch einen Mangel an Innovation. Obwohl NFTs in der Music Branche und im Immobilienbereich eingesetzt werden, steckt dieser Anwendungsfall noch in den Kinderschuhen.

Die Frage ist, ob Apes und Punks ihren hohen Wert auch in Zukunft behalten werden. Warum sind sie überhaupt so beliebt und teuer geworden? Teil des Hypes war die Vorstellung, dass wir bald im Metaverse mit unserem eigenen digitalen Profilbild herumlaufen würden, von dem das prestigeträchtigste natürlich einiges wert sein würde. Schließlich geben Prominente und reiche Leute gerne an.

Das Problem ist jedoch, dass Metaverse-Entwickler wie Decentraland und Sandbox diese Avatar-Funktionalität noch nicht eingebaut haben. Dieser Anwendungsfall ist also hauptsächlich Spekulation. Bis dahin zeigen die Käufer ihre Avatare auf Twitter und Instagram. Eines ist sicher: sowohl die Affen als auch die Punks sind rar: beide Sammlungen bestehen nur aus 10.000 einzigartigen digitalen Sammlerstücken.

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