Geschrieben von Robert Steinadler 15 days ago

Curve entwickelt seinen eigenen Stablecoin, ist dies der richtige Zeitpunkt?

Stablecoins haben es im Jahr 2022 schwer. Im Mai scheiterte Terra und rund 60 Milliarden Dollar gingen innerhalb weniger Wochen verloren. Die Nachwirkungen des Crashs beschäftigen den Markt und die Regulierungsbehörden noch immer. Selbst etablierte Stablecoins wie USDT und USDC gerieten ins Visier der Anleger, obwohl sich bisher keines der Gerüchte über ihre Bilanzen bewahrheitet hat.

Curve DAO entwickelt seinen eigenen Stablecoin und es scheint, dass sich sein Ansatz stark von Terra und UST unterscheidet.

Es sind nur wenige Details bekannt

Michael Egorov, CEO und Gründer von Curve, bestätigte, dass man bei Curve tatsächlich an einer eigenen Stablecoin-Lösung arbeitet. Bislang sind nur wenige Details bekannt, aber Egorov sagte, dass die Stablecoin-Lösung überbesichert sein wird.

Die Öffentlichkeit wartet noch auf ein Veröffentlichungsdatum oder andere Spezifikationen. Überbesicherung bedeutet, dass der Stablecoin durch einen Korb digitaler Vermögenswerte an den US-Dollar oder eine andere Fiat-Währung gekoppelt ist. Die Idee ist sehr einfach. Um Stablecoins zu emittieren, müssen die Anleger mehr Sicherheiten stellen als nötig. Sie müssen weitaus mehr Kryptowährungen in das Protokoll einzahlen, als sie im Gegenzug an Stablecoins erhalten werden.

Dies bietet mehr Sicherheit als ein System wie Terra. UST war nur durch LUNA abgesichert, was das Risiko einer Todesspirale mit sich brachte, sollte UST jemals seine Bindung verlieren. In einem überbesicherten Stablecoin-System sind einfach so viele Vermögenswerte gebunden, dass der Wert der im Umlauf befindlichen Stablecoins garantiert werden kann, selbst wenn der Preis dramatisch fallen sollte. Natürlich hängt ein solches Protokoll auch von seinem Liquidationsmechanismus ab. Sollte der Kreditnehmer die Stablecoins plus Zinsen nicht zurückzahlen, wird sein Krypto-Vermögen liquidiert. Das Gleiche passiert, wenn der Preis stark fällt.

Maker verwendet ein ähnliches Modell

Dieses Modell ist nicht neu, sondern in der Tat bewährt. MakerDAO gibt den dezentralen Stablecoin DAI aus und verwendet ein Protokoll, das von den Nutzern verlangt, dass sie ihr Vermögen beleihen, um Stablecoins zu erhalten. Es scheint, dass dies das einzige dezentralisierte Modell ist, das nachhaltig ist.

Andere Ansätze sind bisher gescheitert, obwohl der Markt nach Produkten mit höherer Verfügbarkeit und Skalierbarkeit verlangt, was mit überbesicherten Stablecoins nicht einfach zu erreichen ist. Während Kritiker allen Versuchen, Stablecoin-Produkte zu verbessern, skeptisch gegenüberstehen, bleibt abzuwarten, welches Modell den besseren Anreiz und die besseren Optionen bietet.

Überbesicherte Stablecoins können auch renditeträchtig sein und Curve ist nicht der einzige Akteur, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Erst vor drei Wochen eröffnete Aave auch eine Diskussion über GHO, der ebenfalls als überbesicherter Stablecoin konzipiert ist.

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