Geschrieben von Erik Weijers 2 months ago

Chinesische Miner bleiben trotz Verbot aktiv

Bitcoin-Miner in China waren Anfang 2022 für 21,1% der gesamten weltweiten Bitcoin-Hashrate verantwortlich. Das geht aus einem Bericht des Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index (CBECI) hervor. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass das Land im Sommer 2021 das Mining verboten hat.

In der Vergangenheit hat die Krypto-Community Ankündigungen von Mining-Verboten durch China mit Vorsicht genossen. In den meisten Fällen hatte das Verbot nicht wirklich etwas zu bedeuten. Aber im Jahr 2021 schien das Verbot ernst zu sein. Chinesische Miner mussten ihre Sachen packen und woanders hinziehen. Innerhalb weniger Monate sank Chinas Hashrate im Vergleich zur weltweiten Gesamtsumme von 50% auf 0%.

Die Vereinigten Staaten haben davon profitiert


Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks halbierte sich daraufhin vorübergehend, erholte sich aber schnell wieder. Vor allem die Vereinigten Staaten profitierten von der Umwälzung im Land der Miner. Der Anteil der Hashrate in den USA hat sich seitdem fast verdoppelt und liegt bei fast 40%. Es ist gesund, dass sich die Hashrate nicht zu sehr auf ein Land oder eine Region konzentriert. Die Situation vor 2020 wurde als Risiko für Bitcoin angesehen. Damals hielt China etwa 75% der Hashrate. Die Grafik zeigt die Situation im Januar 2022.

Im Untergrund

Die Untersuchung von CBECI zeigt, dass die Miner in China immer noch aktiv sind. Der Bericht von CBECI basiert auf Daten, die in Zusammenarbeit mit vier großen Mining-Pools erhoben wurden: BTC.com, Poolin, ViaBTC und Foundry.

Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die chinesischen Behörden ihre Haltung gelockert haben. Das bedeutet, dass die gestiegene Mining-Aktivität wahrscheinlich auf Miner zurückzuführen ist, die in den Untergrund gegangen sind. Ein Miner aus Sichuan erzählte zum Beispiel, dass er seinen Betrieb auf mehrere Standorte verteilt: Auf diese Weise fällt der Stromverbrauch weniger auf. Eine andere Möglichkeit, weniger auffällig zu sein, besteht darin, den Strom hinter dem Zähler zu beziehen, d.h. direkt von der Quelle.

Es ist auch nicht undenkbar, dass hier und da ein paar Bestechungsgelder im Spiel sind. Schließlich ist dies eine Branche, in der viel Geld im Spiel ist. Vielleicht drücken die Beamten hier und da ein Auge zu, wenn sie dafür eine kleine "Entschädigung für ihre Mühe" erhalten.

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