Geschrieben von Erik Weijers 2 months ago

Wie versende ich Bitcoin? 

Das Versenden von Bitcoin unterscheidet sich eigentlich nicht so sehr von dem Versenden von anderem digitalen Geld. Du tust es, wenn du jemanden bezahlen oder zum Beispiel deine Bitcoin zwischen zwei deiner eigenen Wallets verschieben willst. 

Hinter den Kulissen funktioniert Bitcoin (BTC) ganz anders als eine normale Banküberweisung. Für die Nutzer/innen gibt es jedoch einige Ähnlichkeiten. Beide umfassen die folgenden Schritte: 

  1. Die Anmeldung erfolgt auf dem Konto, auf dem dein Bitcoin liegt. 
  2. Du wählst eine Bitcoin-Adresse, an die du deine BTC überweisen möchtest. Ein Name des Empfängers ist nicht notwendig.  
  3. Du bestätigst die Überweisung. 

Mehrere Arten von Konten 

Schritt 1 ist also, sich in dein Konto einzuloggen. Ein Bitcoin-Konto ist wie dein Girokonto. Der Unterschied zu einem Girokonto besteht darin, dass deine Bitcoin nicht wirklich dort sind - sie befinden sich auf der Blockchain. Aber dein Konto gibt dir die Möglichkeit, deine BTC zu bewegen. 

Aber wer verwaltet dieses Konto? Sicherlich nicht eine Bank? Das kommt darauf an. Es gibt verschiedene Formen, die ein solches Konto oder ein solches Wallet haben kann.  

  • Ein Online-Wallet bei einem Krypto-Broker oder einer Börse (wie LiteBit).  
  • Ein Software-Wallet: eine App auf deinem Desktop oder Handy. Zum Beispiel Electrum. 
  • Ein Hardware-Wallet: eine Art spezieller USB-Stick ohne Zugang zum Internet. Zum Beispiel Ledger. 
  • Ein Bitcoin Geldautomat.  

Im Allgemeinen wird empfohlen, keine großen Bitcoin-Beträge in Online-Wallets oder Software-Wallets zu speichern. Ein Hardware Wallet ist am sichersten: Es kann nicht gehackt werden. 

Übrigens spielt es beim Senden keine Rolle, welche Art von Konto der Empfänger hat. Vergleiche es mit dem Versenden einer E-Mail von einer gmail-Adresse an eine hotmail-Adresse. Auch das ist möglich. 

Die Transaktion 

Zuerst kaufen? 

Um Bitcoin verschicken zu können, musst du sie natürlich erst einmal besitzen. Vielleicht hat dir jemand Bitcoin geschickt, oder du hast Bitcoin bei LiteBit gekauft, zum Beispiel. 

1. Eingabe der BTC-Adresse

Nachdem du dich zum Senden entschieden hast, gibst du die Bitcoin-Adresse ein. Sie hat zwischen 26 und 35 Zeichen. Normalerweise kannst du die Adresse auch eingeben, indem du einen QR-Code scannst. Das ist oft sehr praktisch. Natürlich solltest du überprüfen, ob der Scan zur richtigen Adresse geführt hat. 

2. Entscheide über die Menge an Bitcoin

    Als nächstes bestimmst du den Betrag in Bitcoin. Die meisten Anwendungen zeigen dir den Betrag auch in Euro oder Dollar an. Das ist sehr praktisch und vermeidet einen kostspieligen Fehler einer Null zu wenig oder zu viel. 

     3. Bestimme die Höhe der Transaktionsgebühren

      Einige Wallets geben dir die Möglichkeit, die Höhe der Transaktionskosten zu bestimmen. Die Einheit dafür ist Satoshi (sats) pro Byte. Eine Transaktion hat etwa 250 Bytes. Die Transaktionsgebühr hängt nicht von der Höhe des Geldbetrags ab, den du sendest. Du kannst einen Betrag von 100 Millionen Euro für ein paar Cent an Transaktionsgebühren verschicken. Höhere Transaktionskosten erhöhen jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass deine Transaktion nicht lange in der Warteschlange (dem Mempool) bleibt. 

       4. Optional: Beschleunigung der Transaktion durch RBF

        Replace By Fee (RBF) ist eine Option, die du in einigen Apps nutzen kannst. Damit hast du die Möglichkeit, die Transaktion erneut zu senden, wenn sie lange in der Warteschlange bleibt - allerdings mit einer höheren Transaktionsgebühr. Die erste Transaktion wird dann aus der Warteschlange entfernt und die neue Transaktion wird wahrscheinlich schneller abgewickelt. 

         5. Bestätigen

          Je nach Art des Wallets sieht eine Bestätigung anders aus. Wenn du ein Hardware-Wallet hast, überprüfst und bestätigst du es auf dem Hardware-Wallet selbst. Wenn du BTC von einer Börse oder einem Broker sendest, bestätigst du mit einer Authenticator-App und/oder per E-Mail. 

           6. Warten

            Tranquilo... es ist Bitcoin. Das System wurde niemals dazu erfunden, superschnelle Zahlungen zu ermöglichen - dafür aber superzuverlässige. Es kann eine halbe oder eine Stunde dauern, bis deine Transaktion unter genügend neuen Blöcken begraben ist, um als endgültig zu gelten und auf der Empfängerseite angezeigt zu werden. 

            Je nachdem, wie voll die Warteschlange ist, kann es eine Weile dauern. Du kannst dir aber sicher sein, dass dein Geld nie Gefahr läuft, dauerhaft verloren zu gehen, wenn es in der Warteschlange steht. Eine Transaktion wird entweder irgendwann bestätigt oder von den Nodes nach einer gewissen Zeit vergessen und du hast wieder Zugriff auf dein Geld. In unglücklichen Fällen kann das 24 Stunden dauern. 

            Andere Möglichkeiten zum Senden 

            Bei der ganzen Geschichte oben geht es um sogenannte On-Chain-Transaktionen. Das heißt, die Bitcoin, die du verschickst, werden tatsächlich auf der Blockchain gespeichert. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, Bitcoin zu versenden.  

            • Das Lightning Network. Eine Art "zweite Schicht" über Bitcoin, die mit Zahlungskanälen arbeitet. Zahlungen werden innerhalb von zehn Sekunden abgewickelt. 
            • Versenden innerhalb einer Börse. Einige Börsen bieten die Möglichkeit, eine Transaktion an einen anderen Nutzer derselben Börse anhand seiner E-Mail-Adresse zu senden. Die Übertragung erfolgt dann nicht über die Blockchain, sondern bleibt in der zentralen Datenbank der Börse. 

            Obwohl sich diese Zahlungsformen grundlegend unterscheiden, sehen sie auf den ersten Blick ähnlich aus.  

            Für eine Transaktion musst du immer nur eine BTC-Adresse und einen Betrag eingeben und deine Identität mit einer Authentifizierungs-App oder per E-Mail bestätigen. Kinderleicht! 

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